Berlin Taxi – über das Vergnügen, in Berlin Taxi zu fahren

Berlin: Taxi-Stand am Flughafen Tegel

Berlin: Taxi-Stand am Flughafen Tegel – Foto 'Berlin Taxi' CC BY 2.0 T.Bortels/nuberlin.de

Taxi fahren ist toll: wenn die öffentlichen Verkehrsmittel mal nicht fahren, was in Berlin durchaus mal vorkommen soll, oder das Wetter nicht gerade einladend ist – oder man will einfach ‚jetzt‘ von A nach B – dann ruft man sich einfach ein Taxi. Und in Berlin kann Taxi fahren zudem sogar noch relativ günstig sein.

Berlin hat im Vergleich zu anderen Deutschen Städten die größte Taxiflotte. Über 7500 Taxis sind auf Berliner Strassen unterwegs, die von gut 3000 Taxiunternehmen betrieben werden. Manche Unternehmen haben nur ein paar Fahrzeuge – einige sind 1-Personen.Firmen. Die Quote der Taxifahrer, die als selbstständige Einzelunternehmer unterwegs sind, ist relativ hoch. In Berlin herrscht ein verhältnismäßig starker Konkurrenzkampf zwischen Fahrern, Unternehmen – und Taxizentralen.

Man sagt ja Konkurrenz belebt das Geschäft – und das kann auch für den Berliner Fahrgast von Vorteil sein. In Berlin ist ein Taxis nicht nur relativ einfach zu bekommen – die Taxifahrt kann auch relativ günstig sein. Zumindest, wenn man die preise mit anderen europäsichen Großstädten wie London oder Paris vergleicht.

Wie rufe ich mir in Berlin ein Taxi?

Bevor die Fahrt losgehen kann muss man natürlich erstmal ein Taxi finden – oder rufen – oder bestellen. Das kann in Berlin, wie in anderen Großstädten auch, über verschiedene Wege funktionieren. Hier eine Auswahl:

  • Taxi auf der Strasse anhalten / heranwinken
  • Taxi-Stand (höflicher weise nimmt man das vorderste Taxi)
  • Telefonische Bestellung – hier die Liste von Telefonnummern der verschiedenen Taxi-Rufdienste
  • Über die App mytaxi – hier weitere Detauils dazu: https://de.mytaxi.com/

Ich persönlich winke mir gerne direkt an der Strasse ein Taxi herbei. Dazu muss man lediglich ein wenig Ausschau halten, ob gerade ein freies Taxi in der Nähe ist – und dann mit der Hand signalisieren, dass man mitfahren möchte. Ein einfaches Winken reicht meist aus.

Diese ‚traditionelle‘ Art, sich ein Taxi zu rufen, kann aber auch seine Tücken haben. Zum einen funktioniert das nur in Bezirken, Stadtteilen und Strassen, wo genügend Taxis unterwegs sind. Und dann muss darunter auch noch ein unbesetztes / freies Taxi sein.

Bei der Gelegenheit: das Taxi-Schild auf dem Dach, das anzeigt ob ein Taxi frei oder besetzt ist, heisst in Berlin auch Fackel. Ein freies Taxi hat die Fackel an – ein besetzes Taxi, oder eines das nicht im Dienst ist, hat die Fackel aus.

Wie teuer ist Taxifahren in Berlin?

Wie schon oben erwähnt: Taxifahren ist in Berlin gar nicht mal so teuer. Wem das aber zu vage ist, der kann versuchen, den zu erwartenden Preis vorab zu errechnen. Und wer es ganz genau wissen möchte, kann auch diesen Tarifrechner nutzen: www.taxi-berlin.de/taxitarif

Der Fahrpreis richtet sich natürlich nach der Fahrtstrecke. Zunächst wird jedoch eine Grundgebühr in Höhe von €4,30 fällig – egal, wie weit die Fahrt geht. Die ersten drei Kilometer kosten dann €2,80 pro Kilometer, von drei bis sieben Kilometer beträgt der Kilometerpreis dann €2,60 pro Kilometer. Jeder weitere Kilometer kostet nach der aktuellen Tarifordnung €2,10. Eine Strecke von 10 Kilometern kostet demenstprechend €4,30 + €8,40 + €10,40 + €6,30 == €29,40. Hinzu kommen ggf. noch folgende Zuschläge:

  • Großraumtaxi: für mehr als 4 Fahrgäste oder Mitnahme von sperrigen Gegenständen kostet pauschal €6,00
  • für sprerrige Gepäckstücke €1,00 pr Gepäckstück
  • für Taxifahrten, die am Flughafen Tegel TXL beginnen €0,50

Weitere Zuschläge sowie die leicht abweichenden Tarife bei Fahrten zum bzw. vom Flughafen BER liste ich jetzt nicht auf – diese sind unter www.taxi-berlin.de/taxitarif zu finden. Die Zahlung mit Kreditkarte oder Debitkarte sowie die Mitnahme von Kofferraumgepäck, Kinderwagen, Rollstühlen, Hunden, Kleintieren sind zuschlagsfrei.

Ganz wichtig: Trinkgeld nicht vergessen! Ein Trinkgeld i.H.v. 10% bis 20% gehört einfach dazu. Wie auch im Restaurant sollte man nur dann kein Trinkgeld geben, wenn man entweder wirklich knapp bei Kasse, oder wirklich unzufrieden mit dem Service ist.

Die kostengünstige Kurzstrecke

Für Strecken bis zu 2 Kilometer kann man die sogn. Kurzstrecke wählen. Eine Fahrt per Kurzstrecke kostet dann aktuell pauschal 6 Euro (Stand Dezember 2023). Man muss die Kurzstrecke allerdings ansagen, bevor die Fahrt losgeht – am besten noch bevor man ins Taxi steigt.

Manche Taxifahrer mögen die Kurzstrecke – andere nicht. Theoretisch muß jeder ‚Kutscher‘ die Kurzstrecke bedienen. In der Praxis kann es aber sein, dass der eine oder anderer Fahrer.

Ausserdem sollte man mit dem Fahrer kurz klären, was nach den 2 Kilometern passieren soll, falls das Ziel doch etwas weiter weg liegt. Soll der Fahrer beim ‚Piep‘ rechts ran fahren – oder möchte man in den regulären Tarif wechseln? Ein ‚fliegender Wechsel‘ in den den Normaltarif ist kein Problem – und man bezahlt am Ende auch nicht mehr, als man bei Buchung des regulären Taxitarifs gezahlt hätte. Allerdings schnellt der auf dem Taxometer angezeigte Betrag zunächst beeindruckend schnell in die Höhe, wenn anstelle der €6,00 plötzlich die Grundgebühr i.H.v. €4,30 und die ersten zwei Kilometer i.H.v. €5,60 –– also insegesamt €9,90 angezeigt werden. Mit dem dritten Kilometer bewegt man sich dann auch direkt auf die Zwölf-Euro-Marke zu – also eigentlich knapp das doppelte von dem, was man für die Kurzstrecke vielleicht erwartet hätte. Letztendlich zahlt man aber für eine ‚fortgesetzte Kurzstrecke‘ nicht mehr, als man für den Regeltarif sowieso bezahlt hätte.



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