Ackerstrasse, Berlin Mitte

Market-Hall, Ackerstrassse Berlin-Mitte

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Die Ackertraße in Berlin Mitte ist eine dieser eher „versteckten“ Straßen. Sie erstreckt sich vom Koppenplatz / Linienstraße über die Torstraße, die Invalidenstraße, vorbei am Sophienfriedhof und der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße bis in die Nähe des Kreisverkehrs zwischen Scheringstraße, Gartenstraße und Liesenstraße.

Ackerstrasse Berlin Mitte

Ackerstraße, Blick in Richtung Torstraße / Berlin-Mitte – links: die alte Markthalle nahe der Invalidenstraße – Foto: T.Bortels/nuberlin.de

Wenn Sie die Ackerstraße hinaufgehen, werden Sie feststellen, dass die Straße aus vielen verschiedenen Teilen besteht. Unten in Mitte gibt es vor allem alte Wohnhäuser im Berliner Stil der Gründerzeit. Zwischen der Torstraße und der Invalidenstraße ist die „Markthalle VI“ oder „Ackerhalle“, eine ehemals funktionale Markthalle, die heute einen Supermarkt beherbergt, wahrscheinlich eines der ältesten Gebäude in der Straße. Und sie ist die einzige Berliner Markthalle, die noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten ist – zumindest von außen.

Auf der anderen Seite der Invalidenstraße laufen Sie dannan einer Friedhofsmauer entlang bis hin zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Dieser Teil der Straße kann als etwas langweilig angesehen werden, aber es ist eine gute Gelegenheit, die Gedanken schweifen zu lassen und darüber nachzudenken, wo man eigentlich gerade läuft.

Die Ackerstrasse im Wedding / West Berlin

Wenn man die Bernauer Straße überquert, verlässt man das ehemalige Ost-Berlin und betritt das ehemalige West-Berlin. Die Straße besteht jetzt hauptsächlich aus Reihen von Wohnhäusern, die in den 80er Jahren gebaut wurden – und die nicht so einladend aussehen. Aber auch dieser Teil der Ackerstraße hat seinen Charme. Wenn ich daran denke, dass hier früher von beiden Seiten her eine Sackgasse war, bekomme ich wieder eine Gänsehaut. Und die Architektur zeigt: Dieses Wohngebiet wurde einst „am Rande“ von West-Berlin gebaut, mit Blick auf die Berliner Mauer in unmittelbarer Nähe des Todesstreifens.

Jenseits der Feldstraße erstreckt sich auf der rechten Seite ein Backsteingebäude bis hin zur nächsten Querstraße. Dieses ist Teil des ehemaligen AEG Werkes, das hier im Wedding ansässig war. Auf der anderen Straßenseite die Katholische Kirche St. Sebastian.

Ein Stückchen weiter mündet die Ackerstraße dann auf den Kreisverkehr an den Liesenbrücken. Hier kreuzt eine ganze Reihe S-Bahngleise eine Kreuzung, an der sich fünf Straßen treffen. Die Brücken befanden sich in unmittelbarer Nähe zur Berliner Mauer, waren über Jahrzehnte gesperrt und wurden daher auch kaum gepflegt. Auch heute sind die Brücken zum Teil in einem buchstäblich denkwürdigen Zustand. Ein anderer Teil wurde saniert – hier fahren regelmäßig S-Bahnen.


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