Die Friedrichstraße hat viele Gesichter. Auf einer Länge von ca. 3300 Metern verbindet sie Kreuzberg mit Mitte, West mit Ost, Arm mit Reich. Vom Bekanntheitsgrad her rangiert die Friedrichstraße irgendwo zwischen Kurfürstendamm und Alexanderplatz – und geografisch passt diese Einordnung irgendwie auch ganz gut.
Die Friedrichstraße verläuft relativ gerade in Nord-Süd-Richtung. Im Norden granzt sie an das Oranienburger Tor bzw. die Kreuzung mit der Hannoverschen Straße und der Torstraße und geht hier in die Chausseestraße über. An ihrem südlichen Ende in Kreuzberg endet sie am Mehringplatz bzw. trifft sie jenseits des Mehringplatzes auf das Tempelhofer Ufer bzw. die Gitschiner Straße und das Tempelhofer Ufer am Landwehrkanal.
Mit ca. 15 Metern Breite ist die Friedrichstraße eher schmal – fühlt sich aber ggf. etwas größer an, als sie in Wirklichkeit ist.
Einkausmöglichkeiten in der Friedrichstraße
Je nach Abschnitt finden sich eigentlich entlang der gesamten Friedrichstraße überall kleinere und größere Läden, Geschäfte, Restaurants und Cafés.
Galeries Lafayette
Zwischen 1996 und 2024 befand sich zwischen der Jägerstraße und der Französischen Straße die Berliner Dependance der Galeries Lafayette – ein Kaufhaus der französischen Warenhauskette Galeries Lafayette, das sich vielleicht am besten mit dem KaDeWe vergleichen lässt. Aktuell (2026) soll das Gebäude zum Büro- und Geschäftshaus Lumina umgebaut werden.
Spaziergang auf der Friedrichstraße
Für einen Spaziergang auf der Friedrichstraße würde ich empfehlen, am südlichen Ende zu starten. Der U-Bahnhof Mehringdamm liegt ca. 5 Minuten vom Mehringplatz entfernt und bietet einen idealen Ausgangspunkt für diesen Spaziergang.
Zunächst überqueren wir den Mehringplatz – ein historischer Ort, auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag. Den Platz gibt es als solches bereits seit 1734. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Gegend um den Platz komplett zerstört. Ein Wiederaufbau wurde in den 60er Jahren geplant, und in den 70er Jahren realisiert.
Der vermutlich prominenteste Abschnitt der Friedrichstraße ist der Checkpoint Charlie. Hier befand sich einer der weniger Grenzübergangpunkte zwischen West- und Ostberlin.
Nach wie vor ist eine der kleinen „Hütten“ am Checkpoint Charlie zu sehen, auch wenn der Großteil der Grenzanlangen, insbesondere die Berliner Mauer, natürlich inzwischen entfernt wurden.
Jenseits des Checkpoint Charlie bzw. der Zimmerstraße beginnt Mitte. Hier wurde seit den 90er Jahren viel Neues gebaut . Allerdings mag die neue Bebauung etwas trostlos erscheinen, da der Fokus damals eher auf Büro-, als auf Wohnbebauung lag.
Auf der Höhe der Taubenstraße lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Gendarmenmarkt. Das Ensemble von Französichem Dom, Deutschem Dom und Konzerthaus ist beeindruckend und auf jeden Fall einen kleinen Ausflug wert.
Ein Stückchen weiter überqueren wir den Boulevard Unter den Linden. Links ist das Brandenburger Tor zu sehen – rechts geht es Richtung Alexanderplatz. Auf der Ecke befindet sich das DRIVE. Volkswagen Group Forum. Auf der anderen Seite ist auf der rechten Seite jenseits der Mittelstraße das Kulturkaufhaus Dussmann zu finden.
Hier öffnet sich die Friedrichstraße ein wenig – und der Blick wird frei für den U- und S-Bahnhof Friedrichstraße. Kurz hinter dem Bahnhof befindet sich die Weidendammer Brücke. Von hier aus hat man zur einen Seite einen schönen Blick auf den die Spree überbrückenden Bahnhof Friedrichstraße, zur anderen Seite auf einen Teil der Museumsinsel und den Fernsehturm.
Hinter der Brücke befindet sich auf der rechten Seite der Friedrichstadtpalast – und dahinter die Oranienstraße. Von hier aus würde ich nun empfehlen entweder weiter in Richtung des Regierungsviertels, oder in Richtung Hackescher Markt zu spazieren.
Parkzonen in der Friedrichstraße
Parkzone 1
Montag bis Sonntag: 9:00 Uhr – 22:00 UhrParkzone 2
Montag bis Sonntag: 9:00 Uhr – 22:00 UhrParkzone 15
Montag bis Sonntag: 9:00 Uhr – 22:00 UhrParkzone 29
Montag bis Sonntag: 9:00 Uhr – 24:00 Uhr